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Discountzertifikat - Exkurs Optionen |
Wie funktioniert ein Discountzertifikat?
Optionen, die an Terminbörsen
wie der EUREX gehandelt werden, gehören
neben Futures zu den
Termingeschäften. Eine Option ist das
Recht, einen bestimmten Basiswert (zum Beispiel eine Aktie
oder einen Index) zu einem zuvor festgelegten Basispreis
zu kaufen (Call) oder zu verkaufen
(Put). Dieses Recht gilt während einer bestimmten
Laufzeit.
Das Bezugsverhältnis sagt aus, wie viele
Optionen nötig sind, um eine Einheit
des Basiswerts zu kaufen oder zu verkaufen. Bei einem Bezugsverhältnis
von 0,1 beziehen sich zehn Optionen auf eine
Einheit des Basiswerts. Wenn der Inhaber einer Option
dieses Recht während der Laufzeit ausüben kann,
dann spricht man von einer Amerikanischen
Option. Das Pendant hierzu ist die Europäische
Option, die der Inhaber nur am Laufzeitende ausüben
kann.
Für das Recht, zu einem bestimmten Preis
Aktien zu kaufen oder zu verkaufen, zahlt der Käufer
einen Geldbetrag, den Optionspreis, der sich
wiederum aus dem inneren Wert der Option
und dem Zeitwert zusammensetzt.

Hierbei wird der innere Wert einer
Option nur vom Kurs des Basiswerts beeinflusst. Eine
Kaufoption (Call) auf eine Aktie gewinnt
an Wert, wenn der Kurs der zugrunde liegenden Aktie steigt.
Und sie verbilligt sich, wenn der Basiswert fällt. Bei
einer Verkaufsoption (Put) ist es umgekehrt.
Somit setzt der Anleger mit Call-Optionen
auf steigende Notierungen, während er mit Put-Optionen
von fallenden Preisen des Basiswerts
profitiert.

Während sich der innere Wert
einer Option recht einfach ermitteln lässt,
gestaltet sich die Berechnung des Zeitwerts deutlich schwieriger.
Der Käufer der Option zahlt einen Aufpreis
auf den inneren Wert für die Chance,
dass sich der Basiswert in die gewünschte Richtung bewegt
und den inneren Wert der Option vergrößert.
Der Zeitwert nimmt während der Laufzeit
ab und sinkt am Laufzeitende auf null. Dabei erfolgt der Zeitwertverlust
nicht linear. Er beschleunigt sich während der Laufzeit
und ist kurz vor Fälligkeit besonders groß.
Der Zeitwert wird von verschiedenen
Faktoren beeinflusst. Er ist beispielsweise umso größer,
je länger die Laufzeit der Option ist.
Wenn bis zur Fälligkeit noch ein langer Zeitraum verstreichen
muss, ist es schließlich wahrscheinlicher, dass der
Basiswert die gewünschte Bewegung vollzieht und die Option
einen zusätzlichen inneren Wert ansammelt. Auch die vom
Markt erwartete Schwankungsbreite (implizite Volatilität)
des Basiswerts beeinflusst den Zeitwert. Eine steigende implizite
Volatilität erhöht den Optionspreis,
während eine rückläufige Volatilität
die Option verbilligt.
Der Einfluss der Volatilität
ist bei Optionen „aus dem Geld“
und „am Geld“ sehr hoch. Als
„aus dem Geld“ bezeichnet man
eine Option, deren Basiswert unter (Call)
bzw. über (Put) dem Basispreis notiert.
Bei Optionen „im Geld“
steht der Basiswert über (Call) bzw.
unter (Put) dem Basispreis. Optionen
werden als „am Geld“ bezeichnet,
wenn der Basiswert in der Nähe des Basispreises notiert.
Neben Laufzeit und Volatilität
wird der Zeitwert bei Aktien von den erwarteten
Dividenden sowie vom Zinsniveau beeinflusst.

Neben gewöhnlichen Call- und
Put-Optionen gibt es inzwischen eine Reihe exotischer
Optionen, die sich durch besondere Auszahlungsprofile
auszeichnen. Zu den bekanntesten „Exoten“ gehören
die Korridor Optionsscheine, die an Wert
gewinnen, wenn der Basiswert innerhalb einer bestimmten Bandbreite
(Korridor) verharrt. Andere exotische Optionen
liefern digitale oder stufenweise Auszahlungsprofile. Zum
besseren Verständnis von klassischen Discount
Zertifikaten sind exotische Optionen
nicht von Belang, jedoch werden diese zur Konstruktion von
Discount PLUS und Reverse Discount
PLUS Zertifikaten benötigt. Deshalb ist eine
Betrachtung von exotischen Barrier-Optionen,
genauer gesagt Down-and-Out-Put-Optionen
und Up-and-Out-Calls, zum Verständnis
dieser Produkttypen vorteilhaft.
Bei einem Down-and-Out-Put
handelt es sich um eine exotische Verkaufsoption (Put).
Sie gewinnt genau wie eine klassische Put-Option
an Wert, wenn der Kurs des zugehörigen Basiswerts fällt.
Wird jedoch die Down-and-Out-Schwelle berührt
oder unterschritten, verfällt die Option wertlos.
Die folgende Grafik zeigt das Auszahlungsprofil
eines Down-and-Out-Puts. Die Option
hat einen Preis von 2,50 Euro. Die Down-and-Out-Schwelle
liegt bei 80,00 Euro, der Basispreis bei 100,00 Euro. Wenn
der Basiswert unter die Marke von 100,00 Euro fällt,
beginnt der Down-and-Out-Put, einen inneren
Wert aufzubauen. Wird jedoch die Marke von 80,00
Euro berührt oder unterschritten, sinkt der innere
Wert schlagartig auf null und die Option
verfällt wertlos.

Das Pendant hierzu sind Up-and-Out-Calls.
Sie funktionieren wie eine herkömmliche Kaufoption
(Call), solange der Basiswert die Up-and-Out-Grenze
nicht berührt oder überschreitet. Die folgende Abbildung
zeigt die Funktionsweise eines Up-and-Out-Calls.
Der Basispreis beträgt hier 80,00 Euro, die Up-and-Out-Schwelle
liegt bei 110,00 Euro.
Wenn der Basiswert über den Basispreis
von 80,00 Euro steigt, baut der Up-and-Out-Call
einen inneren Wert auf. Wird allerdings die Up-and-Out-Barriere
bei 110,00 Euro verletzt, sinkt der innere Wert auf null und
die Option verfällt wertlos.

Optionen zeichnen sich generell
durch hohe Gewinnchancen bei ebenfalls hohen Risiken aus.
Mit
Optionsscheinen, Turbos
und anderen Hebelprodukten können risikofreudige
Anleger Gewinne von 100% und mehr erzielen, aber
auch einen Totalverlust erleiden.
Bei Discount
und anderen Anlagezertifikaten ist in der
Regel das Risiko geringer als bei Hebelprodukten.
Zwar sind in diesen Produkten Optionskomponenten enthalten.
Sie dienen hier jedoch nicht der Spekulation, sondern werden
gezielt eingesetzt, um bestimmte Auszahlungsprofile zu erreichen.
Das Risiko von Anlagezertifikaten ist in
der Regel mit einem Direktinvestment in eine Aktie
oder einen Index vergleichbar. Oftmals ist es sogar niedriger.
Wie funktioniert ein Discount Zertifikat? |
Welche Chancen bieten Discount Zertifikate? |
Arten von Discount Zertifikaten? |
Was sollten Sie noch über Discount Zertifikate
wissen? |
Discount Zertifikate Emittenten |
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Discountzertifikate
werden von verschiedenen Emittenten angeboten.
Folgende Emittenten bieten Discount-Zertifikate
an:
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